die NÖ Umweltverbände
 


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Plastikvermeidung: Bürger, Politik und Verwaltung sollen an einem Strang ziehen


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Diskutierten zum Thema Plastik: Anton Kasser (NUV), Kerstin Suchan-Mayr (Sankt Valentin), Franziska Olischer (Mödling), Paul Mahr (Marchtrenk)


Anlässlich des Weltumwelttages am 05.Juni 2019, fanden sich auf Einladung der beiden Landtagsabgeordneten Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr und Bürgermeister Anton Kasser, Präsident des Vereins "die NÖ Umweltverbände" Vertreter zahlreicher österreichischer Gemeinden zum Erfahrungsaustausch in Sachen Plastik in die Stadtgemeinde Sankt Valentin ein.
Juni 2019


Kasser zeigt die Drastik des Problems auf: "Die weltweite Plastikproduktion ist innerhalb der letzten 75 Jahre um fast 20.000 % gestiegen. Wenn wir keine Alternativen anbieten, werden wir im Jahr 2050 weltweit unglaubliche 1.000 Mio. t Plastik produzieren. In Österreich fallen pro Jahr rund 900.000 t Kunststoffabfälle an. Wir sind in Niederösterreich bereits gut unterwegs, allerdings gilt es noch stärker beim Vermeiden anzusetzen." Mit der gemeinsamen Veranstaltung wollen Kasser und Suchan-Mayr daher die Vermeidung von Einwegplastikprodukten vorantreiben und auch das achtlose Wegwerfen von Plastikabfällen reduzieren. Beide betonen gemeinsam: "Wir arbeiten hier eng mit Expertinnen und Experten und den Kommunen zusammen, um ganz konkrete Lösungen anzubieten. Wir bauen dabei auf bestehende Maßnahmen und unsere bisherigen Erfahrungen auf. Die Vernetzung ist dabei besonders wichtig. Bevölkerung, Politik und Verwaltung sollen an einem Strang ziehen."

Von der Bevölkerung getragen: Beispiele aus ganz Österreich
"Wir sind direkt bei den Menschen. Wenn es uns gelingt, das Bewusstsein zu ändern, dann kann im Kleinen etwas passieren", erklärt die Bürgermeisterin von Sankt Valentin Landtagsabgeordnete Kerstin Suchan-Mayr. Der Gemeinderat beschloss im vergangenen Jahr eine einstimmige Resolution zur Vermeidung von Einweg-Plastik. Die Stadt Marchtrenk arbeitet mit der Stadt St. Valentin in Niederösterreich zusammen, die wie Marchtrenk im Gemeinderat eine Resolution für die Vermeidung von Plastik beschlossen hat. Zwischen den beiden Städten gibt es einen kontinuierlichen Informationsaustausch. Ein Beispiel gibt Bürgermeister Paul Mahr: Seit kurzem bietet Marchtrenk das "Plastiktelefon" an. Wer Fragen zur Vermeidung von Plastikmüll hat, kann sich an das Stadtamt wenden. Die Gemeinde veröffentlicht im Stadtmagazin außerdem Tipps zur Plastikvermeidung. Auch Mödlings Stadträtin für Abfallwirtschaft Franziska Olischer setzt mit dem GVA Mödling, dem Mödlinger Saubermacher und dem Stadtmarketing Maßnahmen, um die Stadtgemeinde in den nächsten Jahren möglichst einweg-plastikfrei zu machen. "Wir gehen mit der Bevölkerung einen gemeinsamen Weg," so Olischer. "Mödling ist eine Stadt der Feste. Mit unserem Mödlinger Mehrwegbecher konnten seit 2012 bereits 20 Tonnen Plastikmüll eingespart werden. Das Projekt "Wär doch schad drum" wurde 2017 ins Leben gerufen, damit beim Wirtshaus- oder Heurigenbesuch der Gast sein Zuviel am Teller in umweltfreundlichen Boxen mit nach Hause nimmt. Dabei konnten 100.000 Einwegplastikgeschirrteile eingespart und damit der Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt werden. Wir sind stolz, dass nun bereits alle 20 Gemeinden des Bezirks Mödling mitmachen."

Alle Teilnehmer des Erfahrungsaustausches für plastikfreie Gemeinden sind sich einig, dass die derzeitige Verschmutzung durch Kunststoff, in naher Zukunft zu massiven Problemen führen wird. Sie alle schlagen deshalb neue Wege vor und arbeiten mit zahlreiche Maßnahmen an einer plastikfiten Trendumkehr.







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